9

Was heißt NDS – Teil II Niederdeutsche Sprache in Hamburg

spracheNachdem wir uns bereits die Nachdenkseiten angesehen hatten, nun ein Schwenk zu einem gänzlich anderen Thema, wenngleich noch immer in der Kulturnische beheimatet.

NDS heißt auch Niederdeutsch. Das Niederdeutsche oder Plattdeutsche ist eine westgermanische Sprache, die vor allem in Norddeutschland und in Teilen der Niederlande und Dänemarks gesprochen wird. Es gibt aber auch Regionen Osteuropas, der USA und Kanadas sowie Südamerikas, in denen Niederdeutsch von den Nachfahren der norddeutschen Einwanderer gesprochen wird. Die Gelehrten streiten noch darüber, ob die Niederdeutsche Sprache streng wissenschaftlich betrachtet, tatsächlich eine eigene Sprache oder eher nur ein Dialekt ist. Für ersteres spricht die doch relativ weite Verbreitung und die Menge der Menschen, die Niederdeutsch sprechen.

Geschätzte 10 Millionen Menschen beherrschen die niederdeutsche Sprache zumindest partiell, für mehr als 1 Million ist sie sogar Muttersprache. Für das Niederdeutsche als Dialekt mit vielen Unter-Dialekten spricht dagegen die funktionale Beschränktheit und die Tatsache doch großer Ähnlichkeit mit der Deutschen Sprache und teilweise der Niederländischen Sprache als so genannte Dachsprachen. Diese unklare Zuordnung führt zum Beispiel dazu, dass einige deutsche Gerichte davon ausgehen, dass die Bezeichnung Deutsche Sprache die hochdeutsche und auch die niederdeutsche Sprache einschließen. Deshalb werden (zum Beispiel im Bundesland Schleswig-Holtstein), behördliche Anträge und Anfragen, Patentanmeldungen etc. auch auf Niederdeutsch angenommen und auf Wunsch auch in dieser Sprache beantwortet. Reicht jemand aber einen solchen Antrage aber zum Beispiel in Bayern oder Hessen ein, dann gilt er als ausländisch verfasst und vom Einreicher muss eine Übersetzung beigefügt werden.

Als Schriftsprache hat Niederdeutsch aber praktisch überhaupt keine Bedeutung mehr und ist fast völlig vom Hochdeutsch verdrängt worden, obwohl es im Mittelalter eine sehr wichtige Schriftsprache war. Aus dem 16./17.Jahrhundert existieren noch viele Urkunden, die auf Niederdeutsch verfasst wurden, auch theologische Schriften, sogar Bibelübersetzungen. Heute kommt Niederdeutsch fast ausschließlich in der Literatur vor. Norddeutsche Schriftsteller wie zum Beispiel Fritz Reuter, Claus Groth, Johanna Kastendiek, Volkert Ipsen und viele andere verfassten und verfassen niederdeutsche Lyrik und Prosa.

Trotzdem muss festgestellt werden, dass das Niederdeutsche in den letzten hundert Jahren immer mehr an Bedeutung verloren hat. Es ging dem Nierdeutschen oder Plattdeutschen genauso, wie vielen anderen alten Dialekten und Mundarten. Sie wurden im Alltag immer weniger gesprochen und auch aus der Schule, der Politik, der Kirche und der Wissenschaft immer weiter verdrängt. Das das Niederdeutsche aber trotzdem noch lange nicht tot ist, zeigt zum Beispiel die Stadt Hamburg.

Das Hamburger Platt, eine Variante der Niederdeutschen Sprache wird auch heute noch in unterschiedlichen Dialekten gesprochen. Bekannt sind zum Beispiel das Finkenwarder Platt und das Verlanner Platt. Außerdem gibt es auch noch das so genannte Missingsch, eine Mischsprache aus Hochdeutsch und Platt, auch Hamburger Regiolekt genannt. Aber natürlich sprechen die meisten Hamburger auch Hochdeutsch, und wie viele meinen, sogar das beste Hochdeutsch des ganzen Landes.

Die Hamburger bemühen sich aber auch sehr, die niederdeutsche Sprache nicht untergehen zu lassen. Es gibt Vereine, die sie pflegen, Theater und Musikgruppen, die auf Platt spielen, plattdeutsche Radio-und Fernsehsendungen und auch spezielle plattdeutsche Internetseiten. Seit dem Schuljahr 2010/2011 wird Plattdeutsch in Hamburg schon in der ersten Klasse als Wahlfach angeboten. Das soll dazu beitragen, dass sich schon Kinder für die sehr schöne Niederdeutsche Sprache interessieren, die für viele Hamburger immer noch für Heimat und Verbundenheit mit den Vorfahren steht.

Nachdem wir uns bereits die damalige Fernsehsendung NDS angesehen hatten, nun ein Schwenk zu einem gänzlich anderen Thema, wenngleich noch immer in der Kulturnische beheimatet.

NDS heißt auch Niederdeutsch. Das Niederdeutsche oder Plattdeutsche ist eine westgermanische Sprache, die vor allem in Norddeutschland und in Teilen der Niederlande und Dänemarks gesprochen wird. Es gibt aber auch Regionen Osteuropas, der USA und Kanadas sowie Südamerikas, in denen Niederdeutsch von den Nachfahren der norddeutschen Einwanderer gesprochen wird. Die Gelehrten streiten noch darüber, ob die Niederdeutsche Sprache streng wissenschaftlich betrachtet, tatsächlich eine eigene Sprache oder eher nur ein Dialekt ist. Für ersteres spricht die doch relativ weite Verbreitung und die Menge der Menschen, die Niederdeutsch sprechen.

Geschätzte 10 Millionen Menschen beherrschen die niederdeutsche Sprache zumindest partiell, für mehr als 1 Million ist sie sogar Muttersprache. Für das Niederdeutsche als Dialekt mit vielen Unter-Dialekten spricht dagegen die funktionale Beschränktheit und die Tatsache doch großer Ähnlichkeit mit der Deutschen Sprache und teilweise der Niederländischen Sprache als so genannte Dachsprachen. Diese unklare Zuordnung führt zum Beispiel dazu, dass einige deutsche Gerichte davon ausgehen, dass die Bezeichnung Deutsche Sprache die hochdeutsche und auch die niederdeutsche Sprache einschließen. Deshalb werden (zum Beispiel im Bundesland Schleswig-Holtstein), behördliche Anträge und Anfragen, Patentanmeldungen etc. auch auf Niederdeutsch angenommen und auf Wunsch auch in dieser Sprache beantwortet. Reicht jemand aber einen solchen Antrage aber zum Beispiel in Bayern oder Hessen ein, dann gilt er als ausländisch verfasst und vom Einreicher muss eine Übersetzung beigefügt werden.

Als Schriftsprache hat Niederdeutsch aber praktisch überhaupt keine Bedeutung mehr und ist fast völlig vom Hochdeutsch verdrängt worden, obwohl es im Mittelalter eine sehr wichtige Schriftsprache war. Aus dem 16./17.Jahrhundert existieren noch viele Urkunden, die auf Niederdeutsch verfasst wurden, auch theologische Schriften, sogar Bibelübersetzungen. Heute kommt Niederdeutsch fast ausschließlich in der Literatur vor. Norddeutsche Schriftsteller wie zum Beispiel Fritz Reuter, Claus Groth, Johanna Kastendiek, Volkert Ipsen und viele andere verfassten und verfassen niederdeutsche Lyrik und Prosa.

Trotzdem muss festgestellt werden, dass das Niederdeutsche in den letzten hundert Jahren immer mehr an Bedeutung verloren hat. Es ging dem Nierdeutschen oder Plattdeutschen genauso, wie vielen anderen alten Dialekten und Mundarten. Sie wurden im Alltag immer weniger gesprochen und auch aus der Schule, der Politik, der Kirche und der Wissenschaft immer weiter verdrängt. Das das Niederdeutsche aber trotzdem noch lange nicht tot ist, zeigt zum Beispiel die Stadt Hamburg.

Das Hamburger Platt, eine Variante der Niederdeutschen Sprache wird auch heute noch in unterschiedlichen Dialekten gesprochen. Bekannt sind zum Beispiel das Finkenwarder Platt und das Verlanner Platt. Außerdem gibt es auch noch das so genannte Missingsch, eine Mischsprache aus Hochdeutsch und Platt, auch Hamburger Regiolekt genannt. Aber natürlich sprechen die meisten Hamburger auch Hochdeutsch, und wie viele meinen, sogar das beste Hochdeutsch des ganzen Landes.

Die Hamburger bemühen sich aber auch sehr, die niederdeutsche Sprache nicht untergehen zu lassen. Es gibt Vereine, die sie pflegen, Theater und Musikgruppen, die auf Platt spielen, plattdeutsche Radio-und Fernsehsendungen und auch spezielle plattdeutsche Internetseiten. Seit dem Schuljahr 2010/2011 wird Plattdeutsch in Hamburg schon in der ersten Klasse als Wahlfach angeboten. Das soll dazu beitragen, dass sich schon Kinder für die sehr schöne Niederdeutsche Sprache interessieren, die für viele Hamburger immer noch für Heimat und Verbundenheit mit den Vorfahren steht.

Zurück zu home.

web259 / February 12, 2015 / kuk

Leave a Reply

Your email address will not be published / Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>